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Gentechnick in der Landwirtschaft
Leben im Überfluss und Hunger in der Welt
Industrialisierung der Landwirtschaft
Subventionierte Ungerechtigkeit
Der lange Weg vom Feld zum Teller
Literatur


"Wir sollten uns damit anfreunden, dass es eigentlich keine Lebensmittel mehr gibt, die gentechnisch frei sind."
Karl Otrok, Produktionsdirektor Pioneer Rumänien

Österreich gilt noch als weitgehend frei von Gentechnik, bislang wurden bei uns noch keine genmanipulierten Lebewesen freigesetzt und auch in den Supermärkten werden praktisch keine Lebensmittel angeboten, die als "genetisch verändert" gekennzeichnet sind. Doch die Gentechnik schleicht sich in Form von Tierfutter durch die Hintertür in die österreichische Landwirtschaft ein:

Unsere Futterpflanzen reichen nicht aus, um vor allem den Eiweißbedarf für unsere Viehwirtschaft zu decken. Dafür werden jährlich rund 550.000 Tonnen Soja importiert, davon sind nach Angaben von Greenpeace rund 60% genmanipuliert. Seit 2004 müssen zwar diese Futtermittel gekennzeichnet sein - für Produkte wie Fleisch, Eier oder Milch, die damit hergestellt wurden, gilt aber keine Kennzeichnungspflicht.

Dabei ist noch kaum geprüft, welche Auswirkungen das auf tierische Organismen oder den Menschen haben kann. Klar ist aber, dass der massive Anbau von gentechnisch verändertem Soja negative Folgen in Anbauländern wie Argentinien zeigt: der Spritzmittelverbrauch ist dort drastisch gestiegen, Wälder werden gerodet und die Ernährungssituation für die Bevölkerung hat sich großteils dramatisch verschlechtert.

Weltweit werden mehr als 60 Millionen Hektar Land mit gentechnisch manipulierten Pflanzen bestellt, 99% davon in Kanada, Argentinien, China und den USA. Die Hauptpflanzen sind Soja (58%), Mais (23%), Baumwolle (12%) und Raps (7%).

In der EU gibt es seitens der KonsumentInnen aber auch der Bauernschaft eine wachsende Bewegung gegen die Freisetzung von gentechnisch veränderte Organismen und gegen Genfood.. Die EU hatte deswegen bis 2004 ein von der Welthandelsorganisation WTO heftig bekämpftes Moratorium gegen den Import von gentechnisch verändertem Saatgut ausgesprochen. Seither gilt eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Und seither dringt die Gentechnik zunehmend auch in die Landwirtschaft Zentral- und Osteuropas vor, insbesondere in die Bewerberländer Bulgarien, Rumänien und Kroatien.

QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LINKS:
www.greenpeace.at
www.global2000.at
www.umweltbundesamt.at
www.foeeurope.org

 
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