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Gentechnick in der Landwirtschaft
Leben im Überfluss und Hunger in der Welt
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Subventionierte Ungerechtigkeit
Der lange Weg vom Feld zum Teller
Literatur


"Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet."
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung

Ein Viertel des Restmülls in Wien besteht aus unverbrauchten Lebensmitteln, der Großteil davon wäre noch für den Verzehr geeignet. Gleichzeitig wächst die Zahl der Hunger leidenden Menschen weltweit stetig an: 852 Millionen Menschen leiden Hunger, die meisten davon in Afrika und Lateinamerika. Aber auch in reichen Industriestaaten hungern immerhin rund 10 Millionen. Mehr als fünf Millionen Kinder sterben jährlich an Unterernährung, so ein aktueller Report der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO mit Sitz in Rom.

Dabei könnte das Problem in den Griff bekommen werden: Einerseits werden laut Berechnungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit genügend Nahrungsmittel produziert, um - theoretisch - alle Menschen ausreichend ernähren zu können, andererseits haben es in den letzten Jahren 30 Länder geschafft haben, den Hunger vorerst um mindestens 25% zu reduzieren.

Seit 1948 ist das Recht auf ausreichende Nahrung als grundlegendes Menschenrecht festgeschrieben und wird seither von der internationalen Staatengemeinschaft auch immer wieder bestätigt. Absichtserklärungen, Ressourcen und Wissen sind also genügend vorhanden, um den Hunger zu bekämpfen. Das Problem liegt sowohl auf internationalen als auch auf nationalen Ebenen vielmehr im politischen Willen. Wirtschaftliche Interessen werden vor soziale und ökologische Notwendigkeiten gestellt, Abkommen wie die der Welthandelsorganisation WTO werden zügiger umgesetzt werden als jene für eine nachhaltige Entwicklung.

Dabei stehen Hungerbekämpfung und Wirtschaft nicht im Widerspruch. Der aktuelle FAO-Report stellt fest, dass die notwendigen Investitionen weitaus mehr bringen als kosten würden. Eigentlich logisch, denn Hunger macht krank und unproduktiv und er zwingt die Menschen dazu, die natürlichen Ressourcen in ihrer unmittelbaren Umgebung ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit zu verbrauchen.

Allerdings würden von einer ernst gemeinten Anti-Hunger-Politik die Volkswirtschaften profitieren, nicht die global und national einflussreichen internationalen Konzerne.

QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LINKS:
www.ohchr.org
www.fao.org
www.undp.org
www.welthaus.at

 
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